29. Juli: Unter Blitzlichter: Zwei neue Kolumnen
17. Juli: Noch mehr Workshops und ein wenig Urlaub
Bevor wir am 25. Juni fuer fast drei Wochen im Urlaub gewesen sind haben wir noch einen Grundlagenworkshop zum Thema HIV und AIDS durchgefuehrt. Der Titel dieser Workshops ist "Chruches, Channels of Hope" - "Kirchen, Kanaele der Hoffnung". Hier wird neben viel Wissensvermittlung auch intensiv an Einstellungen und Vorurteilen gearbeitet. Esther ist ausgebildete Trainerin dieses Programms und hat fast die komplette Woche gestaltete. Es ist ein echtes Herzstueck unserer Arbeit.
Wir haben wieder mehr als 20 Leute fuer 4 Tage in unserer Zentrale gehabt und bewegende Geschichten und Einzelschicksale gehoert. Es wurde wieder einmal mehr als deutlich, dass AIDS hier wirklich alle betrifft und dass wir nicht genug tun koennen, um Menschen zu unterstuetzen. Leider findet noch viel zu viel Ausgrenzung statt.
Wir sind deswegen auch besonders froh, dass der Kampf gegen Diskriminierung und das Eintreten fuer Menschen, die mit AIDS leben noch mehr in den Fokus unserer Arbeit rueckt. In Schulungen wollen wir staerker fuer diese Grundlagen eintreten. Das ist das Kernergebnis unseres neuen Strategieplans, der jetzt ab Juli greifen soll. Da freuen wir uns sehr drauf nach langer planerischer Arbeit. Los geht's!
Termine:
30. Juli: Mediation in einem Projekt
31. Juli: Projektbesuch in Bophelong
7. August: Workshop in Ikageng (das Projekt nimmt Volontaere auf)
20.+21. August: Jaehrliche Konferenz unserer Projekte
26. August: Ankunft der neuen Volontaere
22. Mai: Ein Monat voller Workshops...
Der Mai war bisher von vielen Workshops gepraegt. Vom 4.-7. Mai waren wieder mehr als 20 Projektmitarbeiter in unserer Zentrale und haben sich in Finanzmanagement weiterbilden lassen. Wir konnten einen unserer besten Projektleiter als Trainer gewinnen und auf diese Weise sicherstellen, dass er genau an den Themen weiterarbeitet, die wir vor 2 Jahren als Grundlagen vermittelt haben. Das hat ganz gut geklappt. Toll war auch, dass wir den Projekten wieder gutes Material zum Thema mitgeben konnten. Hoffentlich werden in diesem Jahr noch weitere Projekte finanzielle Unterstuetzung vom Staat bekommen.
Vom 13.-17. Mai hat Matze dann gemeinsam mit unserem Chef und dem Missionarskollegen Alex Strecker Tagestrainings im Eastern Cape gemacht. Wir haben in 4 Tagen mehr als 100 Leute aus 15 Gemeinden erreicht. Das war sehr intensiv. Matze war mal wieder ueberrascht, wie viel Grundlagenwissen an die Frau und den Mann gebracht werden muss. Der Kampf gegen Aids faengt mit freiwilligen Tests, dem richtigen Gebrauch von Kondomen und dem Zugang zu Medikamenten an - und er hoert bei der Staerkung von Frauenrechten noch lange nicht auf. Es ist oft erschreckend, wie konservativ viele Gemeinden denken und welchen Schaden sie damit anrichten. Matze ist jedenfalls vielen Menschen (besonders jungen Frauen) begegnet, die offen mit dem Thema AIDS umgehen wollen, die sich fuereinander einsetzen werden und mit Vorurteilen aufraeumen. Das ist gut so!
Unsere Organisationsanalyse neigt sich dem Ende entgegen. Es gibt schon genaue Planungen und einen Budgetentwurf fuer die naechsten 3 Jahre. Unsere Ideale sind dabei gut positioniert: Mehr Schulungen vor Ort und ein vermehrter Einsatz gegen Stigmatisierung und Vorurteile innerhalb der Kriche sind die beiden grossen Schwerpunkte.
28. April: Ein Monat voller Feiertage...
Ostern, Wahlen, Freedom Day... Wahltag am Mittwoch? In Südafrika ist das so - und weil die Demokratie noch so jung ist und es allen ermöglicht werden soll zu wählen, wurde der Wahltag schlicht zum Feiertag erklärt. So sollten alle Angestellten zu dem oft stundenlangen Schlangestehen in den Wahllokalen ermutigt werden. Und es hat geklappt: Die Wahlbeteiligung letzten Mittwoch war so hoch wie noch nie seit Einführung der freien Wahlen. Die bisher und weiterhin stärkste Partei ANC hat die Zweidrittel-Mehrheit verloren, bleibt aber weiterhin die mit Abstand einzige starke Partei und Jacob Zuma wird Präsident. Ein Kämpfertyp, Zulu, Populist, ohne Schulabschluss - das macht im Westen nicht gerade einen guten Eindruck. Was sich ändern wird? Wir wissen es nicht und warten gespannt, was kommt...
Esther hat unterdessen mit unserem Chef Owen Nkumbi zwei Initiativen angeschaut, die Mitgliedsorganisationen unserer Arbeit werden wollen. Beide arbeiten in ländlichen Gegenden unter harten Bedingungen, kümmern sich um die KInder der Ärmsten und Kranken, die keine Gebühr für Kinderbetreuung zahlen können. In einem der Projekte bleibt mir der Atem weg - zum einen aus ganz praktischen Gründen, denn es fehlt an allem: Der Teppich, auf dem die Kinder mit alten Holzklötzen und Plastikkisten spielen, steht vor Dreck und seine Farbe ist nicht mehr zu erkennen. Die Kinder haben dreckige, teils zerlumpte Kleidung und es riecht überall ziemlich unfein.
Und mitten in diesem Dreck steht eine Handvoll ungebildeter, verarmter Frauen jeden Tag auf, um sich unentgeltlich um die Kinder anderer zu kümmern, denen es noch schlechter geht. Meine Hochachtung steigt ins Unendliche - schwer rüberzubringen, wenn mit den meisten sogar eine gemeinsame Sprache fehlt. Was sie von einer Zusammenarbeit mit uns erwarten? "Könnt ihr denn vielleicht auch Spielzeugspenden oder Kleidung für die Kinder mitbringen?" Ich hoffe es - denn hier fehlt es ganz offensichtlich am Allernötigsten, und ich will dazu beitragen, dass sich hier etwas ändert!
1. April 2009: Wieder unter uns - für ein paar Tage!
Wie schon im Februar angekündigt, hatten wir die letzten Tage viel Besuch: Volker Bohle aus dem EBM-Büro in Elstal/Berlin und Fletcher Kaiya, unser Regionalrepräsentant aus Malawi verbrachten erst zwei Tage bei uns. Anschließend besuchten sie zusammen mit Matze für drei Tage diverse Gemeindegründungsprojekte in der Region um Kapstadt. Am 26. März kamen trafen dann alle wieder in Johannesburg ein, zusammen mit 4 weiteren EBM-Missionaren aus Mosambik und Malawi. Als bunter Haufen aus 7 verschiedenen Herkunftsländern hatten wir eine bereichernde und interessante Zeit des Austauschs, gegenseitigen Unterstützens, Lernens und Auftankens. Dazu hat nicht zuletzt auch der für Johannesburg ungewöhnlich grüne und ruhige Veranstaltungsort der Retraite über den Dächern der Stadt beigetragen.
Unsere Organisationsanalyse hat uns weiterhin viel Denk- und Papierarbeit beschert. Jetzt, wo wir fast am Ende sind, müssen wir sagen: Jeder Schritt hat sich gelohnt! Mitte März hatten wir einen weiteren zweitägigen Workshop, in dem die Ergebnisse der Analyse vorgestellt und alle Parteien in die strategische Planung für die nächsten drei Jahre einbezogen wurden. Es ist ermutigend zu beobachten, wie der Organisatiuonsberater den bisher recht passiven ehrenamtlichen Vorstand des AIDS-Desk, die Projektleiter und uns als Hauptamtliche zusammenbringt und in welchem Maße er die Zusammenarbeit motiviert und vorantreibt. Im Rahmen des Workshops gab es auch ein Festessen zum Einläuten einer neuen Ära der Zusammenarbeit - für uns eine lang ersehnte Möglichkeit, allen Projektmitarbeitern endlich einmal danke zu sagen und ihre Arbeit anzuerkennen.
Nach dieser Termindichte sind wir froh, dass dies Noas letzte Schulwoche vor den Osterferien ist. Am Gründonnerstag kommen für zwei Tage Freunde aus Argentinien auf der Durchreise vorbei. Ab Ostern sind for 8 Tage gute Freunde aus Deutschland da, und wir freuen uns auf eine Familien-Ferienwoche.
5. Februar 2009: Wieder zuhause...
...und das schon seit fast 4 Wochen. Am 9. Januar sind wir wieder in Johannesburg gelandet. Nach ein paar Tagen Eingewöhnung und den erwarteten "Anfangsproblemchen" (Es hatte in Leifs Zimmer hineingeregnet, das Telefon funktionierte nicht mehr, die Autobatterie musste ersetzt werden...)hatten wir schon fast das Gefühl, gar nicht weg gewesen zu sein. Noa hat am 13. Januar ihren ersten Grundschultag gehabt und ist immer noch sehr stolz, jetzt in der "big school" zu sein, so richtig mit Schulranzen, Schuluniform und Hausaufgaben.
Seit Ende des Jahres findet im AIDS Desk eine breit angelegte Organisationsanalyse statt, die von Brot für die Welt angeregt und auch finanziert wurde. Das ist ein spannender und, wie sich bereits abzeichnet, sehr hilfreicher und konstruktiver Prozess. Wir haben in diesem Rahmen gerade viele Gespräche und Seminartage und sind sehr gespannt auf die langfristigen Verbesserungen und Lernerfolge, die das mit sich bringen wird.
Für die zukünftigen Volontäre, die ab August hier sein werden, werden schon jetzt die ersten Gespräche geführt, um die richtigen Einsatzstellen zu finden. Weil das Volontariat in Zukunft finanziell gefördert werden soll, gab es hier in den vergangenen Wochen auch viel Papierkram zu erledigen. Vergangene Woche hatten wir unsere Retraite zum Jahresanfang mit dem Hauptamtlichen-Team der Baptist Convention - für uns eine gute Gelegenheit zu erfahren, was in nserer Abwesenheit passiert ist und uns wieder einzufinden. Wie jedes Jahr wurde hier auch wieder das kommende Jahr geplant.
In den kommenden Wochen gibt es einige Workshoptage mit den Leitern unserer Projekte, in denen die Ergebnisse der Organisationsanalyse präsentiert werden. Wir freuen uns darauf, auch hier wieder einzusteigen und die Mitarbeiter wiederzusehen.
25. November: Wie kurz vom dem Ziel eines Marathons...
...So lässt sich vielleicht beschreiben, wie wir uns gerade fühlen! Fast zwei Monate mit rund 10.000 Kilometern Auto- und Zugfahrten zu 13 Gemeinden, zu Verwandten und einer Hochzeit in der Schweiz werden am kommenden Montag hinter uns liegen! Anfang Oktober angekommen hatte uns das Leben hier gleich voll wieder. Ein Wiedersehen jagte das nächste, dazwischen Besuche in Gemeinden von Nürtingen im Schwabenland bis nach Westerland auf Sylt.
Auch wenn das natürlich superanstrengend ist und uns gelegentlich an unsere Grenzen gebracht hat, müssen wir doch sagen, dass die Kinder es bisher im Großen und Ganzen gut mitgemacht haben. Noa genießt ihre letzten Kindergartenmonate mit Laternenfest, Nikolaus und Weihnachtsfeier - auch wenn es zwischendrin immer Unterbrechungen durch Reisen gibt. Nur am Tagesanfang und -ende merkt man öfters mal, dass die vielen Wechsel und Erlebnisse auch für Noa belastend sind - da schlägt dann schon mal die schlechte Laune durch:-) Mit Leif sind wir im Moment viel mit Impfen und Krankengymnastik beschäftigt ("Sichelfüße"), was ihn aber nicht davon abhält, nachts durchzuschlafen und generell sehr pflegeleicht zu sein.
Diese Woche werden wir noch in Elstal und Rostock sein. Wir sind froh, dass wir diese Zeit als Familie gut geschafft haben und sind dankbar für so viele bunte Begegnungen und die Vielfalt an Menschen, die sich für unsere Arbeit interessieren und uns unterstützen. Wir merken, dass wir vielen auch persönlich wichtig sind, was uns echt gut tut. Ab dem 2. Dezember haben wir dann ganz offiziell Urlaub und freuen uns auf hoffentlich etwas mehr Zeit als Familie und auf eine gemeinsame Urlaubswoche mit der ganzen Großfamilie.
22. September: Mein Lauf zwischen den Welten
Mein Lauf zwischen den Welten ist heute erschienen. Anscheinend sieht es gut aus. Ich werde es erst in 10 Tagen in den Haenden halten, wenn wir nach Deutschland kommen. Du kannst es schon hier bestellen. Mein Lauf zwischen den Welten sind kleine Anekdoten aus dem Leben und Arbeiten hier in Afrika.
Danke nochmal an meinen Freund Toby, der nicht nur an dem Buch mitgeschrieben, sondern auch die Vision und Entstehung nach vorne getrieben hat. Und noch ein Dank an meinen Freund Christopher, der das Vorwort geschrieben hat.
9. September: Ein neues Familienfoto...
...das alles sagt: Seit 18. August sind wir zu viert! Wer es noch nicht weiß: Leif Ruben gehört jetzt auch dazu, macht unsere Nächte zum Tag und hat sich auch bei der Gestaltung des Tagesrhythmus Mitsprache- und Vetorecht eingeräumt. Auch wenn wir alle begeistert sind von dem neuen Familienmitglied, ist Noa mit Sicherheit am stolzesten von uns allen und würde ihr Brüderchen am liebsten rund um die Uhr überall mit hinnehmen und präsentieren.
Wir sind fleißig am Vorbereiten für unseren Deutschlandaufenthalt - die Zeit verfliegt. Vieles hat bisher besser geklappt als erwartet. So hat Leif schon eine Geburtsurkunde, ein Flugticket und bekommt in den nächsten Tagen auch seinen bereits beantragten Kinderpass - das war leichter, als wir angenommen hatten. Für Matze geht neben all den organisatorischen und inhaltlichen Vorbereitungen und nächtlichem Kind-durch-die Gegend-tragen der ganz normale Büroalltag weiter. Esther ist inzwischen erleichtert, weil die DVD-Präsentation für die Gemeindebesuche so gut wie fertig ist und so die Vorbereitungen langsam Gestalt annehmen. Zwei neue Volontärinnen sind in der Zwischenzeit auch hier angekommen und Esther versucht sich daran zu gewöhnen, dass sie diesmal kaum in deren Betreuung involviert ist. Mirjam Strecker ist hier voll eingestiegen und macht ihren Job super!
Auch wenn wir zur Zeit gar nicht dazu kommen, Euch regelmäßig auf dem Laufenden zu halten - wir freuen uns riesig über all Eure Unterstützung und vor allem auch über die -zig Glückwünsche und Rückmeldungen auf die Geburtsanzeige. Ihr dürft gerne für uns beten, dass weiter alles bis zum Abflug glatt läuft, dass wir auch genügend Zeit und Ruhe haben, uns inhaltlich vorzubereiten und dass wir bei den Vorbereitungen und beim Packen keine wichtigen Sachen vergessen. Ach ja, und dann ist da auch noch die Herausforderung, alle Sachen für 3 Monate in 20 kg pro Person bzw. in 10 kg für Leif zu packen...
28 Juli: Neue Downloads und neue Kolumne
Hallo Welt. Endlich sind alle Rundbriefe im Downloadbereich und es gibt eine kleine neue Praesentation zu Workshops. Schaut sie euch doch einfach mal an. Auf der englischen Seite gibt es auch noch einen Newsletter, den wir zum ersten Mal als HIV und AIDS Referat rausgegeben haben. Er ist zwar auf englisch, gibt aber einen guten Einblick in das, was in den Projekten so los ist. Legt ihn doch einfach in eurer Gemeinde aus oder pinnt ihn an das schwarze Brett.
Außerdem gibt es eine neue Kolumne, die ihr wie immer unter Blitzlichter findet. Diesmal eine kleine politische Anekdote. Viel Spass!
Weiter unten findet ihr die letzten Termine bis zu unserem Heimataufenthalt von Oktober bis Dezember. Betet doch fuer die vielen Projektbesuche!
7. Juli: ... und tschüss!
Na ja, ganz so dramatisch ist es ja doch nicht - aber trotz allem ist heute mein letzter Bürotag, denn morgen fängt offziell mein Mutterschutz an! Das ist alles sehr unspektakulär, denn außer mir und einer Kollegin ist das ganze Büro anlässlich einer Konferenz ausgeflogen.
Noa und ich hatten entgegen aller Vorstellungen und trotz dem, dass Noa drei Tage krank war, bisher eine recht entspannte Zeit ohne Matze. Vielen Dank für all Eure Gebete, Emails, Grüße usw. an dieser Stelle. Trotz allem freuen wir uns natürlich schon, ihn am Mittwoch vom Flughafen abzuholen!
Apropos Gebete: Der neue Rundbrief ist raus und jeder sollte ihn letzte Woche bekommen haben. In unserem Gebetsunterstützerplan für das laufende Halbjahr gibt es noch ein paar Lücken. Wenn Du also Lust hast, für sechs Monate einmal die Woche an einem bestimmten Tag für uns zu beten, melde Dich doch! Wir freuen uns!
30. Juni: Zeit der großen Abschiede
Während Matze gerade für ein paar Tage in Deutschland ist, um auf zwei Hochzeiten dabei zu sein, Freunde und Familie zu treffen und unsere Babysachen so weit wie möglich mit nach Südafrika zu bringen, verbringe ich, Esther, meine letzten Arbeitstage im Büro, bevor am 7. Juli mein Mutterschutz beginnt. Noa hat Ferien und fordert Unterhaltungsprogramm. Letzte Woche war sie ganztags auf einem Kinderferienprogramm und ging vollkommen glücklich in der 250 Kinder starken Gruppe auf.
Nach den Auswertungstagen, die wir zusammen in den Drakensbergen hatten, verabschieden sich jetzt alle drei Volontärinnen so nach und nach Richtung Europa. Genau wie die Volontärinnen selbst finden wir es auch schwer, uns vorstellen, wie endgültig diese Abschiede vielleicht sind. Noa und ich sind bereits Spezialisten im auf den Flughafen fahren und Leute verabschieden! Auch im Büro ist der Abschied für mich ja ein längerer, da wir direkt anschließend an meinen Mutterschutz ja direkt für den Rest des Jahres nach Deutschland aufbrechen. Es steht also noch ein spannendes und genügend abwechslungsreiches Jahr an!
Der neue Rundbrief ist in Bearbeitung - darin dann auch mehr über den Workshop, den wir Anfang Juni geleitet haben. Falls Du am Rundbrief interessiert bist, ihn aber noch nicht bekommst, schick einfach eine kurze Mail an eine der Emailadressen unter Links und Kontakt.
Unter Blitzlichtern findet ihr eine neue Kolumne mit dem Titel "Ich nannte sie eine Diva".
20. Mai: Cape Town Tour und Spielzeugspenden
Anfang des Monats waren wir zusammen mit Alex und Mirjam Strecker für 3 Tage in Cape Town. Die beiden sind auf dem Missionsrat der EBM gerade als neue Missionare bestätigt worden. Mirjam hat mich schon bisher bei der Arbeit mit den Volontärinnen unterstützt und wird das ab sofort dann offiziell tun. In Khayelitsha haben wir zusammen unseren ersten gemeinsamen Vorbereitungsworkshop durchgeführt. Ab September werden dort zwei Volontärinnen leben - hauptsächlich betreut von Mirjam, da wir ja zu der Zeit für drei Monate in Deutschland sein werden.
In den letzten Wochen konnten wir auch wieder viele Spielzeugspenden aus Deutschland verteilen und damit Kinder- und Betreueraugen zum Strahlen bringen. Fotos dazu findet Ihr wieder unter Impressionen.
Zurzeit sind wir hauptsächlich damit beschäftigt, den HIV/AIDS Grundlagen-Workshop vorzubereiten. Außerdem sammeln wir Material von den Projekten, mit dem in Zukunft zweimal pro Jahr ein Rundbrief des HIV/AIDS Referats herauskommen soll. Hier sollen die Projekte von uns über neue Entwicklungen und Forschungen erfahren, aber auch Informationen untereinander austauschen und sich besser vernetzen.
Privat erleben wir sowohl Fröhliches als auch Tauriges: Wir sind immer noch sehr dankbar, dass sich mit der Schwangerschaft nach anfänglichen Komplikationen alles gut entwickelt hat und wir vorraussichtlich Mitte August Familienzuwachs bekommen. Traurig sind wir über den Tod von Esthers Opa und die Tatsache, so weit weg zu sein, wenn jeder in der Familie wichtig ist. Trotzdem sind wir dankbar für sein über 90jähriges erfülltes Leben und dass wir ihn so lange bei uns hatten.
12. Mai: Neue Kolumne und neue Bilder
Wir sind eine Generation von ICHlingen! Mehr unter Blitzlichter! Neue Bilder gibt es bald unter Impressionen!
Workshop und Material
An den Terminen unten koennt ihr sehen, dass unser Leben auch in den naechsten Wochen nicht langweilig wird. Aber wir sind mehr als ermutigt, dass wir die ersten Monate in diesem Jahr so gut hinter uns gebracht haben. Es war toll, viel offiziellen EBM Besuch bei uns zu haben und mit Fletcher Kaiya, unserem neuen Chef aus Malawi, viele gute Gespraeche zu fuehren.
In der letzten Woche haben wir einen Workshop durchgefuehrt. Zum zweiten Mal (nach Finanzmanagement im Juni 2007) haben wir das gesamte Konzept alleine gestrickt. Esther hat ausserdem total viel Material als Handout im Internet gefunden und zusammengestellt. So konnten wir den Projekten nicht nur viel ueber Leiterschaft und Teamsupervision beibringen, sondern auch ein kompettes Booklet an alle Projekte verteilen.
Ganz nebenbei haben wir noch mitten in der Innenstadt in Joburg das Gesundheitsministerium besucht und eine wahre Goldgrube entdeckt: Neben Postern und gutem Material haben wir eine ganze Kiste mit Kondomen bekommen. All das konnten wir an die dankbaren Projekte verteilen. Im letzten Managersmeeting wurde uns naemlich gesagt, dass viele Projekte nicht mehr an Kondome kommen, weil die Regierung mehrere Millionen mit Qualitaetsmaengeln zurueckrufen musste. Es war toll, dass wir hier helfen konnten
Unter Blitzlichtern gibt es auch noch eine neue Kolumne und unter Gebet ein paar neue Anliegen.
09.03.08: Neue Kolumnen
Seit Wochen nichts Neues? Das Jahr 2008 ist - was unsere Arbeit betrifft - erst einmal langsam angelaufen. Persönlich hatten wir einen spannungsreichen und oft nervenaufreibenden Jahresanfang, geprägt von gesundheitlichen Herausforderungen und damit verbundenen Krisen und dem Gefühl von Einsamkeit und Kraftlosigkeit. Das alles ist nicht besonders homepage- oder rundbrieftauglich - deshalb war es einige zeit recht still um uns.
Inzwischen stehen wir mitten im neuen Jahr: Der erste Workshop im HIV/AIDS-Referat liegt hinter uns und Matze ist gerade von der Retraite der EBM-Volontäre im südlichen Afrika zurückgekommen. Viel unterwegs waren wir auch in Sachen Volontären - sie sind diejenigen, die am Tiefsten in die afrikanische Kultur eintauchen. Sie leben rund um die Uhr in südafrikanischen Familien, arbeiten in den Projekten der Baptist Convention, atmen Township-Luft und essen das landestypische Essen. Das ist zwar lehrreich und spannend, aber natürlich auch immer wieder mit Spannungen und dem Zusammenprall der unterschiedlichen Kulturen verbunden. Da gibt es dann auch mal Vermittlungsbedarf...
Diese Woche bekommen wir Besuch von Volker Bohle und dem Ehepaar Rabenau (EBM) sowie dem neuem EBM-Repräsentanten für das südliche Afrika, Fletcher Kaiya aus Malawi. Danach hat dann der neue Rundbrief höchste Priorität - Ihr werdet also bald mehr von uns hören. Aber für's Erste schaut doch mal unter Blitzlichter vorbei. Dort werden ab sofort circa einmal im Monat kleine Kolumnen zu unserem Leben in Afrika stehen. Die zweite ist jetzt schon online. Viel Spass!
14.01.08: Hallo zurück 2!
An dieser Stelle noch einmal ein gesegnetes neues Jahr an alle, mit denen wir in den letzten Wochen keinen Post- oder Emailkontakt hatten. Nach einer längeren Pause sind wir heute zum ersten Mal im neuen Jahr zurück im Büro - gleich mal ohne Strom, deshalb läuft alles etwas langsamer an. Auch zuhause haben wir gerade viele Stromausfälle - das trägt wesentlich zu dem Gefühl bei, wirklich in Afrika zu sein!
Auf der Bundeskonferenz ging es dieses Jahr weniger ums Geschäftliche - es gab die 20jährige Unabhängigkeit der Baptist Convention zu feiern. So bestand die viertägige Konferenz hauptsächlich aus Festgottesdiensten, aus Rückblenden und Ehrungen von Personen, die eine wichtige Rolle beim Aufbau der Convention spielten. Besonders am Hauptfestabend sollte keiner vergessen werden, was dann zur Folge hatte, dass alles statt geplanten 2 Stunden plus Buffet dann 4 Stunden dauerte, sodass einige Gäste aus Verzweiflung anfingen, die Äpfel aus den Dekovasen zu essen, oder ein längeres Nickerchen einlegten. Auf jeden Fall ein Abend, der nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird!
Nach der Konferenz hatten wir als Familie noch eine gute Woche Urlaub und Gelegenheit, die wunderschöne Umgebung von Kapstadt und die Garden Route kennenzulernen. Weihnachten und Silvester haben wir dann zurück in Johannesburg zusammen mit Claire ganz ruhig und unspektakulär gefeiert. Am 26. konnten wir dank Skype sogar ein wenig per Videoübertragung am traditionellen Großfamilientreffen von Esthers Seite teilnehmen. Unfassbar vor allem für die(Ur-)Großeltern!
Seit 8.1. ist Corinna bei uns, eine neue Volontärin aus Deutschland. Nach ihrer Einführungszeit wird sie ab Samstag zusammen mit Susanne, die schon seit August im Land ist, in Soshanguve nördlich von Pretoria arbeiten. Sie werden beim Pfunekani-Projekt mithelfen: AIDS-Patienten pflegen und Essen und Freizeitprogramm für verarmte und/oder verwaiste Kinder vorbereiten.